Montag, 10. Juni 2013

# 22 Heimflug

Heute in aller Ruhe in der Lodge gefrühstückt und die Taschen neu gepackt. Unser Flug geht erst um 18.40 Uhr. Während des Frühstücks hat Alfred eine Mail seines Bruders bekommen, mit dem und dessen Frau er sich heute in Whitehorse treffen wollte. Wegen starken Gewitters und Hagel konnte der Flug aus Wien nicht pünktlich in Frankfurt sein und die beiden haben den Anschlussflug nach Whitehorse verpasst. Das ist blöd, denn es geht erst Dienstag wieder ein Direktflug hierher und die 3 haben schon ein Package für die Insel Kodiak in Alaska gebucht. Jetzt versuchen sie einen Direktflug nach Anchorage zu bekommen und würden Alfred dann dort treffen. Der Arme war etwas genervt.

Wir haben uns gegen Mittag aufgemacht, denn das Auto musste bis 13.00 Uhr am Flughafen abgegeben sein, haben nochmal das Nest mit dem Adlernachwuchs besucht und uns dann am Airport  Whitehorse rumgetrieben.


Das ist ein sehr geruhsamer Mini-Flughafen mit Blick in die Berge und die Abfertigung des einzigen Kontinentalflugs von Condor ist der Höhepunkt des Tages. Nachdem wir hörten, dass die ganze Maschine heute auf dem Rückflug nur mit 45 Leuten belegt sein würde, freuten wir uns auf einen angenehmen Flug.
Und so war es dann auch. Der Purser forderte uns gleich auf, bequeme Schlafplätze auszusuchen, man konnte sich auf den 3er Reihen ausstrecken oder ganz ohne schlechtes Gewissen die Lehne bis zum Anschlag nach hinten stellen. Das war der bisher angenehmste Rückflug von Nordamerika. Tolle Aussichten gab es auch zu genießen, denn wir hatten lange Zeit gute Sicht nach unten.

Ziemlich pünktlich in Frankfurt gelandet, begrüßte uns Rosel am Flughafen und ein Taxishuttle fuhr uns nach Hause. Jetzt ist er also endgültig vorbei, unser schöner Urlaub in dieser traumhaften Natur. An das enge, laute und hektische Leben hier müssen wir uns jetzt wieder gewöhnen. Die Bilder und Erinnerungen werden uns bleiben.

Christine und Kurt

# 19, 20 und 21 - Skagway-Haines-Whitehorse-Marsh Lake

Am nächsten Morgen war schon um 4.30 Uhr Aufstehen angesagt, denn wir mussten 2,5 Stunden vor Abfahrt der Fähre nach Haines am Ferry-Terminal sein. Das Einchecken ging sehr schnell (der Truck wurde nochmal genau vermessen) und dann war Zeit genug, die einfahrenden Kreuzfahrtschiffe des Tages zu beobachten. Ein Disney-Schiff war auch wieder dabei und wenn die Leute von Bord gehen, werden sie von Donald oder Mickey begrüßt (kreisch!!!!! Findet das außer Kindern und Amerikanern eigentlich noch jemand toll????)
Die einstündige Überfahrt nach Haines war noch einmal sehr schön und das Wetter war auch ganz ordentlich.







Haines ist nicht so ein schmuckes Städtchen wie Skagway, dafür aber viel ruhiger, denn es kommt nur ein Kreuzfahrtschiff pro Tag. Es liegt aber auch sehr schön und nicht weit davon beginnt die Balded Eagle Area. Wenn die Lachse kommen, kann man dort 3000 bis 4000 Balded Eagles beobachten.
Wir haben immerhin zwei von den Jungs (oder Mädels??) gesichtet.





Auch der weitere Verlauf des Dalton Highways ist landschaftlich noch einmal sehr schön und besonders der Kluane Nationalpark hätte uns nochmal für eine Übernachtung gereizt. Leider war es nun aber an der Zeit, um zurück nach Whitehorse zu fahren und so mussten wir uns mit einigen schönen Aussichten zufrieden geben. Hier kann man zur Lachszeit auch viele Grizzlies beobachten, die sich jetzt aber leider noch nicht gezeigt haben.









Auf dem Alaska HIghway angekommen, waren wir bald in Whitehorse und checkten wieder bei Martin aus dem Appenzell ein. Er war dann auch dankbarer Abnehmer für die Reste der Großverpackungen von Toilettenpapier, Kaffee etc.

Am nächsten Morgen haben wir aufgeräumt, waren zum Truck waschen und tanken in Whitehorse und dann mussten wir unseren liebgewonnenen "Red Bull" zurückgeben.


In memoriam "Red Bull"

Sabine, eine deutsche und ziemlich unglückliche Auswanderin, brachte uns zum Flughafen, dort übernahmen wir unseren kleinen Mietwagen, streunerten noch ein bißchen durch Whitehorse und besichtigten die SS Klondike, einen der Schaufelraddampfer vom Yukon. Das ist praktisch der frühere Gegenentwurf zu den heutigen Kreuzfahrtschiffen..






Nicht schlecht, hatte durchaus Charme und war von der Größe her noch sehr übersichtlich.


Eines der beliebten Bordspiele (mit mäßigem Erfolg ausprobiert)

Dann ging es zu unserem letzten Domizil am Marsh Lake, dem wunderschönen Inn on the lake.
Sehr schön eingerichtet, sehr ruhig (die Saison dort beginnt erst nächste Woche) und toll gelegen.
Dort haben wir Alfred kennen gelernt, einen irren und sehr nettenTypen, ursprünglich aus Österreich, dann in Düsseldorf und San Francisco lebend, jetzt seit vielen Jahren in Monaco zu Hause. Er hat sein Auto nach New York verschiffen lassen und wird insgesamt 3 Monate in Nordamerika unterwegs sein. Wir hatten viele interessante Gespräche miteinander. Sehr spannend. Abends sitzt man an einem großen Tisch zusammen, isst miteinander und unterhält sich. Den ersten Abend waren wir nur zu dritt, am zweiten kamen noch zwei Amerikaner dazu. Schönes Erlebnis.








Von dort haben wir noch einen Ausflug in die Takhini Hot Springs gemacht, wo man in heißen, wirklich heißen Quellen unter freiem Himmel baden kann. Das war schön aber auch sehr anstrengend.
Und Martin (Appenzell) hatte uns noch einen Tipp gegeben und wir konnten einen Adler mit Jungen in seinem Nest beobachten. Das war auch noch sehr schön zum Abschluss.




Nun sitzen wir am Flughafen rum und haben noch eine ganze Menge Zeit totzuschlagen.
Es waren tolle Wochen mit vielen schönen Erlebnissen, die uns sicher noch eine lange Zeit begleiten werden.

Bis bald
Christine und Kurt

Donnerstag, 6. Juni 2013

#17 und #18 Flug nach Gustavus und Fahrt in den Glacier Bay Nationalpark

Das letzte Kreuzfahrtschiff hatte Skagway gestern um 21.00 Uhr verlassen und als wir heute um 6.30 Uhr aufstanden, standen schon wieder 4 neue Pötte vor unserer Türe. Das scheint hier tatsächlich jeden Tag so zu gehen.
Wir haben uns aufgemacht zum kleinen Flughafen, wo um 9.00 Uhr unser Flug nach Gustavus abgehen sollte. In der kleinen Schalterhalle betreuen zwei nette Damen 3 Fluglinien, wir waren auf der Air Excursion gebucht. Sie teilte uns dann freudestrahlend mit, dass wir mit ihrem größten Flugzeug fliegen würden und noch ein paar Leute in Haines abholen würden. Das größte Flugzeug ist ein zweimotorige Propellermaschine von Piper für 9+1 (Pilot) Personen und Phil war unser Pilot. Der ca. 50-jährige graumelierte George Cloony-Typ machte einen sehr souveränen Eindruck und so ging es mit Phil ab Richtung Haines. Es war schon sehr interessant zu beobachten, wie "echtes" Fliegen so funktioniert. Der Pilot muss ständig Knöpfe, Schalter und Pedale bedienen, außerdem das Flugzeug auf Höhe und gerade halten.  Das Taiya Inlet in dem Skagway liegt, ist praktisch ein großer Fjord und in diesem sind die Windverhältnisse wohl immer besonders schwierig. Bis wir aus diesem Inlet hinaus waren, schlingerte die Maschine ziemlich hin und her und eine von uns war schon froh, als der Flug in ruhigeres "Fahrwasser" kam. Da Phil aber völlig entspannt und fröhlich war, waren wir es auch und nach 15 Minuten erreicht wir Haines und luden noch 5 Personen ein, die ebenfalls nach Gustavus in die Glacier Bay Lodge wollten. Der 2. Teil des Flugs verlief ruhig und fröhlich mit 2 lustigen amerikanischen Damen aus Virginia und Montana, einem Ehepaar aus der Nähe von London und einer jungen Frau aus Anchorage/Alaska an Bord. Auch wenn das Wetter bedeckt war, hatte man immer wieder tolle Ausblicke in die Chilkat Range und die verschiedenen Inlets.
Phil landete das Flugzeug zum 2. Mal sicher und der erste Teil des Abenteuers war überstanden.













Am Flughafen wurden wir abgeholt und in die Glacier Bay Lodge in der Bartlett Cove gefahren, wo wir ein gemütliches Lodgezimmer bezogen und uns gleich mit dem Rangerprogrmm des Tages vertraut machten. Bartlett Cove liegt an der Icy Strait und ist der Ausgangspunkt für Schiffsfahrten in den Glacier Bay National Park.


Glacier Bay Lodge

Zur Zeit der ersten Erkundung der Icy Strait im Jahr 1794 durch Captain George Vancouver war die Glacier Bay bis auf 8 km vollkommen mit Eis bedeckt, das sich seither über 100 km zurückzog und eine 20 km breite Bucht freigab, in die 12 kalbende Gletscher münden. Das Eis kam ca. 1750 mit der größten weltweit bekannten Geschwindigkeit über die Bay. Die Tlingit-Indianer sprechen in ihren Aufzeichnungen davon, dass das Eis in einer Geschwindigkeit kam, mit der ein Hund rennt. Sie verloren innerhalb kürzester Zeit ihren Lebensraum und mussten sich in andere Gebiete retten.
Das Interessante ist nun, dass nach geologischen Maßstäben diese Eiszeit in der Glacier Bay nur sehr kurz dauerte, denn bereits 45 Jahre später war der Gletscher schon wieder 5 Meilen geschmolzen und 85 Jahre hatte er weitere 40 Meilen freigegeben. Heute muss man 65 Meilen in die Bucht fahren um Gezeitenwasser-Gletscher zu sehen. Davon später mehr.
Heute haben wir uns mit Ranger Patrick das Gebiet um die Lodge herum erwandert, welches seit ca. 200 Jahren wieder eisfrei ist und welches sich die Natur in bestimmter Abfolge wieder nimmt. Es wurde genau erforscht, welche Pflanzen und Tiere in welcher Reihenfolge das Land wieder bevölkern und welche Logik dem innewohnt. So entstand und entsteht ein sehr faszinierender Regenwald mit reicher Vielfalt an Pflanzen und Tieren.





Auch die Tlingit-Indianer haben das Gebiet wieder in Besitz genommen und erinnern an ihre Ahnen.


In der Lodge haben wir uns im Rangerprogramm noch einen Film über die Unterwasserwelt der Glacier Bay angeschaut und dann im erstklassigen Restaurant der Lodge auf Einladung der Eulengasse super gespeist. Vielen Dank nochmal dafür!
Da die Fahrt in die Glacier Bay am nächsten Morgen schon sehr früh starten sollte, haben wir uns zeitig und voll Vorfreude in die Betten verzogen.


Wow, was soll man sagen? Was für ein Tag, welches Naturerlebnis. Das bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Die äußeren Bedingungen waren nicht so toll, denn es war bedeckt und regnete immer mal wieder. So soll das Wetter in Alaska dem Vernehmen nach halt meistens sein um diese Jahreszeit. Wir haben alle unsere bisher nicht gebrauchten warmen Klamotten ausgepackt und uns mit Skiunterwäsche, Mütze, Handschuhen und wasserfester Funktionskleidung seetauglich gemacht.
Das Schiff ist ein speziell für die Fahrt in Eiswasser konzipierter Katamaran (alle Mittel gegen Seekrankheit sind völlig unnötig, er gleitet ruhig dahin) und wird von einem Parkranger begleitet, der ausführliche Informationen zur Fahrt gibt. In unserem Fall war dies Andrew, der einen super Job gemacht hat und uns viele Informationen und auch viel Nachdenkliches mit auf den Weg gegeben hat.

Andrew bei der Vereidigung seiner "Junior-Ranger".

Was haben wir also erlebt in Kurzfassung: Wir haben Wale gesehen, Weißkopfseeadler, Bergziegen mit Jungen, Papageientaucher und viele andere seltene Vögel, einen sehr seltenen schwarzen Wolf, Otter und Seelöwen. Und das größte waren natürlich die Gletscher, der Grand Pacific und vor allem der Margerie Gletscher, vor dem wir lange standen. Es war absolute Stille und dann knallte es wie Donnerschläge und der Gletscher kalbte in Meer. Unglaublich faszinierend! Das ganze Schauspiel wiederholte sich mehrfach und der Gletscher verändert sich dadurch permanent. Andrew sagte, dass er schon wieder völlig anders aussehe, als bei seinem letzten Besuch vor wenigen Tagen.






























Zwischendurch haben wir auch noch eine Gruppe von 4 Leuten mit ihren Kajaks ausgesetzt, die die nächsten Wochen in der Glacier Bay verbringen und dort zelten werden. Gleichzeitig haben wir ein junges Mädchen wieder an Bord genommen, die zu einer Gruppe von Leuten gehört, die dort als Guides ausgebildet werden und die jetzt 12 Tage  in der Wildnis verbracht hat. Ranger Andrew hat sie dann über ihre Erlebnisse interviewt und das sind schon noch echte Abenteuer, wie sie bei uns undenkbar sind.





Um zum Schluss nochmal den National Park Trust zu Wort kommen zu lassen: " Glacier Bay, ein wieder geborenes Land, eine Welt, die zum Leben zurückkehrt, eine lebendige Lektion in Widerstandskraft. Wenn wir jemals einen Platz brauchen, der uns fasziniert und inspiriert, der uns hilft zu sehen, dass in der Natur und in uns selbst alles möglich ist, das ist der Platz. Glacier Bay ist eine Heimat, ein natürliches Labor, eine Wildnis, ein Nationalpark ein Biosphärenrreservat der Vereinten Nationen und ein Welterbe. Keine schlechte Zusammenfassung für ein junges Land, ein junges Meer. Erst vor 250 Jahren war Glacier Bay nur Gletscher und keine Bucht. Glacier Bay ist Zeuge des Wandels und der Wiederkehr. Sie lädt uns ein, ruhig zu werden, die kalte Eislauft einzuatmen und sich vorzustellen, wenn auch vielleicht nur für einen Tag, wie wichtig die Natur ist und wie wichtig es ist, sie zu erhalten und zu schützen". 

Sehr amerikanisch ausgedrückt, aber deshalb nicht weniger wahr. Wir mussten ans Kyoto-Protokoll denken, auf welchem immer noch die Unterschrift der Amerikaner fehlt - aber das ist eine andere Geschichte.

Abends hatten wir dann noch die Freude mit dem sehr jungen, aber auch sehr vertrauenswürdigen Piloten Steve in einer Piper 32-300  (5+1 Sitze) zurück nach Skagway zu fliegen. Es regnete und war auch recht windig, aber der Flug war trotzdem ganz angenehm. Vor dem Einbiegen in die Taiya Inlet schaute Steve seine Co-Pilotin Christine an und meinte nur: "That will be a bit windy today". Jaaaah,- wir schaukelten durch die Bucht, er drehte eine Runde und trudelte auf die Landepiste zu, setzte uns aber sicher ab. Auf die Frage, ob es in der Bucht immer so windig sei und bis zu welcher Windstärke er die Maschine fliegen könne sagte er, dass Skagway aufgrund der Windverhältnisse der am schwierigsten anzufliegende Airport in Alaska sei, den sie bis 40 Knoten Windgeschwindigkeit anfliegen. Er persönlich sei schon bei 30 geflogen und wir hatten das Vergnügen bei 25. Na ja, wir sind wieder heil unten und es war recht unterhaltsam.


Zwei abenteuerliche Tage gingen zu Ende.

Bis morgen

Christine und Kurt







#16 - Skagway

Die erste Frage am Morgen ist immer: "Frühstück drinnen oder draußen"? Nach kurzem Temperaturcheck und Blick auf den sonnigen Himmel fiel die Entscheidung heute wieder mal auf draußen. 

Da der Campground im National Historic Park von Dyea liegt, beschlossen wir uns heute zunächst die Überbleibsel der früheren Boomtown anzusehen. Dyea war der Ausgangspunkt des Chilkoot Pass Trails über den die meisten Ankömmlinge ihren Weg zu den Klondike-Goldfeldern suchten. Wer zum  Sommeranfang, wenn der Boden langsam auftaute, am Ziel sein wollte, musste den schroffen Pass im Winter erklimmen. Ein Unternehmen von gnadenloser Härte. Innerhalb kürzester Zeit war Dyea auf ca, 10.000 Einwohner angewachsen. Hütten, Saloons, Geschäfte etc. entstanden und das allgemeine Chaos bei den Ankömmlingen im Hafen war groß, wie ein Bild aus dem Museum zeigt:


Die ansässigen Indianerstämme verdienten zwar an den Diensten, die sie anboten, gleichzeitig aber verloren sie ihren Lebensraum und ihre Kultur für immer. Durch das Abholzen der Wälder verzogen sich die Caribou-Herden in andere Gebiete und konnten nicht mehr gejagt werden. 
Nachdem die Hitze des Goldrush sich verzogen hatte, verfiel Dyea ganz schnell wieder in die Bedeutungslosigkeit und heute erinnert praktisch nichts mehr an das Städtchen.



Die Verbände der Tlingit-Stämme aus dem Gebiet um Skagway und Dyea bemühen sich heute, die Erinnerung an die alten Traditionen und vor allem an den Geist des Respekts vor allen Dingen wieder 
aufleben zu lassen. Sie betrachten die Rückbesinnung auf das, was ihnen durch die Entwurzelung verloren gegangen ist, als die Rückkehr zu den "Werkzeugen ihres Lebens". Wer möchte, erhält von den Stammesoberen wieder einen Tlingit-Namen. Damit soll auch die Verpflichtung auf die Rückbesinnung an die Stammestraditionen verbunden sein.

Im Museum zum Goldrush wurde auch noch einmal plastisch vorgeführt, welche Menge an Vorräten jeder Goldsucher über den Pass nach Kanada schleppen musste:



Skagway selbst ist an sich ein hübsches Städtchen, welches durch den Bau der Bahnlinie nicht wie Dyea in der Bedeutungslosigkeit versunken ist. Die Straßen, die heute hauptsächlich aus Andenkenläden für die vielen Kreuzfahrer bestehen, erinnern durchaus noch an die alten Zeiten und sind liebevoll restauriert. 








Heute Mittag waren wir im Red Onion Saloon, der 1897 erbaut wurde und dann als Skagways Saloon mit einem exklusiven Bordell bekannt war. Heute ist es ein netter Saloon ohne Hinterzimmer aber mit authentisch gekleideten jungen Damen.









Heute lagen vier Kreuzfahrtschiffe in der Bucht vor Anker und die Kreuzfahrer fluteten das Städtchen und wurden mit Bussen zum Reiten, Raften, Biken etc. gefahren, bzw. fuhren mit der Eisenbahn in die Berge.




Ganz Skagway brummt sozusagen, denn all diese Leute bringen natürlich viel Geld und sollen entsprechend unterhalten werden.

Für uns, aus der Einsamkeit der kanadischen Wälder kommende ;), ist das schon fast too much.
Deshalb sind wir froh, morgen mit dem Flugzeug in den Glacier Bay National Park entschwinden zu können, campen heute aber in Sicht der großen Pötte und in Hörweite der Eisenbahn. Da dies aber eine reine Ausflugsbahn ist und die Kreuzfahrer hoffentlich keine Nachtfahrten machen, dürfte es eine ruhige Nacht werden.







Bis morgen
Christine und Kurt