Mittwoch, 22. Mai 2013

#3 - Nairn Falls PP - Wells Gray PP / Mahood Lake

Die erste Nacht im Campingtruck war alles in allem ganz gut. Die unvermeidliche Canadian Railway war gnädig und schickte nur einmal ihr Signal aus weiterer Ferne zu uns rüber als wollte sie sagen: "Ich bin noch da und wir werden uns sicher noch begegnen". Ansonsten war es ruhig im Provincial Park, auch wenn die Kanadier alle noch an ihren campfires saßen als wir, Jetlag-Geschädigte, relativ früh in der Kiste verschwanden.
Heute morgen war das Wetter so gut, dass wir unser erstes Frühstück im Freien decken konnten. Zwar noch ein bißchen frisch, aber schon mit den ersten Sonnenstrahlen. Zügig ging es dann los in Richtung Norden. Hinter Lillooet haben wir uns entschieden, der alten Cariboo Wagon Road zu folgen und sind die Pavilion Mountain Road nach Clinton gefahren. Die holprige und sehr steile Passstraße war mit unserem Truck, der jetzt seinen Namen bekommen hat (Red Bull), problemlos zu bewältigen. 
Überall blühte es auf den Wiesen und die Wolken haben immer wieder tolle Blicke auf die schneebedeckten Berge freigegeben. 
Die Cariboo Wagon Route kam während des Goldrush zu Berühmtheit und Lillooet war damals eine der größten Städte nördlich von San Francisco. Die Ansiedlungen entlang der Strecke bestanden nur aus Mautstation und (Roadhouse) Raststätte, in denen die Goldsucher auf ihrem Weg nach Barkerville Schlafplatz und Verpflegung fanden. Viele Orte entstanden aus den Roadhouses entlang der Cariboo Wagon Road. Einige davon - 70 Mile House, 100 Mile House, 150 Mile House - haben ihre ursprüngliche Bezeichnung als Entfernungsangabe bis heute behalten.
Wir sind heute bis 100 Mile House gefahren und dort in eine Stichstraße eingebogen, die zu den Canim/Mahood Lakes führt. Wir wollten zum Mahood Lake, dem einzigen nicht gletschergespeisten See des Wells Gray PP. Und wer sagt es: am Ende der 70 KM langen Stichstraße erwartet uns ein schöner See und ein leerer Campground. Wunderbar!!!
Das Grillen muss heute allerdings ausfallen, denn pünktlich um 18.00 Uhr kam ein Gewitter und seither regnet es. Also haben wir umdisponiert und heute gibt es Pasta, - basta!!  
Der Ranger hat uns darauf hingewiesen, dass in der Gegend einige Bären unterwegs seien. Sie seien aber nicht aggressiv und wir sollten im Fall der Fälle einfach Krach machen und sie damit verscheuchen. Na denn ;)
Fest steht auf jeden Fall, dass wir hier in der Einsamkeit noch keine Schienen der Canadian Railroad gesichtet haben und so wird es wohl eine ruhige Nacht.
Bis morgen
Christine und Kurt
















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