Das Dörfchen hat sich das Ambiente dieser Zeit bewahrt und sieht so aus, wie man diese Orte aus Filmen so kennt. Dieses ist aber kein Museumsdorf, hier leben die Leute tatsächlich noch immer so.
Kurz hinter Old Hazelton dann das Gitxsan-Indianerdorf Kispiox, wo an der Einmündung des Kispiox River in den Skeena River rund 15 aus Rotzedern geschnitzte Totem Poles stehen.
Die Indianer sind auch hier in Canada ein ganz eigenes Kapitel. Auf der einen Seite ist man in der geschichtlichen Bewältigung sicher viel weiter als in den USA und in vielen Dingen erfahren sie sicher auch eine größere Wertschätzung. Schon alleine der Name "First Nation" sagt ja schon viel aus, ist auf der anderen Seite aber auch nur ein schaler Begriff, wenn man die Lebensumstände vieler people of the First Nation sieht. Da gibt es keinen Unterschied zu den trostlosen Indianersiedlungen im amerikanischen Westen und die Menschen scheinen sich in diesen Umständen eingerichtet und selbst keinerlei Energie zu haben, an den Umständen etwas zu ändern.
Irgendwie schließt man aus den bekannten Klischees über Indianer, dass sie besonders an der Pflege und dem Erhalt von Mutter Erde interessiert sein müssten. In der Realität sehen die Siedlungen teilweise aus wie Müllhalden, überall rosten alte Fahrzeuge vor sich hin und der Natur wird eigentlich wenig Respekt entgegengebracht. Wir können die Gründe für diese Situation nicht wirklich erfassen und schon gar nicht beurteilen. Wäre mal ein interessantes Thema für eine nähere Beschäftigung zu Hause.
Zurück zum Yellowhead Highway muss man über eine sehenswerte Hängebrücke.
In Kitwanga ging es dann ab auf den #37, den Cassiar Highway und damit so richtig in die "Wildnis". Hier gibt es praktisch keine Ortschaften mehr, sondern nur noch Versorgungsstationen. Der Highway wurde erst am 18. Mai wieder geöffnet. Während des langen Winters geht hier gar nichts.
Eine Eisenbahnstrecke gibt es hier übrigens nicht. Sollten wir sie wirklich endgültig losgeworden sein???
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