Samstag, 25. Mai 2013

#8 - Meziadin Lake - Stewart / Hyder

So ihr Zweifler - jetzt kommt der Beweis: wir sehen täglich Bären und diese hier sind uns ganz ohne Teleobjektiv nahe vor die Linse gelaufen:









So, das musste sein :), jetzt aber der Reihe nach.

Diese Nacht haben wir beide ziemlich schlecht geschlafen und vermuten mal, dass dies der zunehmenden Höhe geschuldet ist. Außerdem bleibt es bei immer länger hell, je weiter wir nach Norden fahren. Gestern um 22.00 Uhr war es noch taghell und morgens ist es auch schon sehr früh wieder hell. So waren wir also zeitig auf den Beinen und haben den Campground als eine der ersten verlassen. Das Wetter sah gut aus, die Sonne drückte schon und wir freuten uns auf die tolle Fahrt Richtung Stewart/Hyder.


Der Blick beim Spülen des Frühstückgeschirrs.

Wir sahen dann aber sehr bald, dass dicker Nebel über den Bergen lag, der sich so schnell nicht verziehen würde. Also stellten wir den Truck am Bear Glacier ab, von dem man nur den unteren Teil sah und hofften, dass sich die Sonne schnell durchsetzen würde.


Es wurde bald deutlich, dass das so schnell nicht gehen würde und wir fuhren erst einmal weiter nach Stewart, sicherten uns einen Platz auf dem Campground und verfolgten über Radio/Liveticker das Championsleaguefinale zwischen Dortmund und Bayern (eine von uns fand das Ergebnis klasse!!).
Zwischenzeitlich klarte es endlich auf und wir machten uns auf zum Salmon Glacier in Hyder, also Alaska, der im Reiseführer als absolut sehenswert beschrieben wurde. Allerdings heißt es auch, dass die Strecke ziemlich rumpelig und daher mit dem Wohnmobil schwierig zu befahren sei. Mit unserem Truck sollte das kein Problem sein und wir konnten die Gravel Road auch problemlos befahren und kamen immer weiter in die Höhe. Nach einer Kurve war dann aber doch auch für uns Schluss, denn die Fahrbahn war völlig mit Schnee bedeckt und trotz 4-Wheel-Drive wollten wir das Risiko des Steckenbleibens in dieser Einöde nicht eingehen und drehten um.



So mussten wir uns den Salomon Glacier also abschminken und schauten uns zunächst einmal in Hyder/Alaska um. Dazu kann ich nur sagen, dass dieses Konstrukt sehr sehr eigenartig ist. 
Hyder liegt unmitelbar jenseits von Stewart (Canada) auf dem Boden Alaskas. Die USA kontrollieren die Einreise nicht, da jegliche Verbindung zu irgendwelchen anderen Orten im Kernland von Alaska fehlt. Der weit in den Fjord hineinreichende Anleger für die frühere Autofähre nach Ketchikan ist ebenfalls verwaist. Der Ort wirkt fast wie verlassen, auch wenn es tatsächlich noch eine Bar, einen kleinen Lebensmittelladen und ein Post Office gibt. Nirgends weht die amerikanische Flagge, was an sich schon sehr ungewöhnlich ist und alles in allem wirkt der Fleck wie nirgends zugehörig.








Bei der "Rückreise" nach Canada haben dann die kanadischen Grenzer ein wenig ihre Muskeln gezeigt, sich die Pässe zeigen lassen, nach dem Grund des Aufenthalts und nach Waffen und Alkohol gefragt. Wo bitte schön hätte man die denn herhaben sollen, wenn man sie nicht schon aus Canada mitgebracht hätte???????

Da das Wetter sich mittlerweile einfach großartig entwickelt hatte, haben wir uns nochmal aufgemacht zum Bear Glacier, der mittlerweile nebelfrei war, ebenso wie die umliegenden Berge.











Eine Bedienung im hiesigen Hotel erzählte uns gerade noch, dass die Straßen zu ihnen auch im Winter frei seien, bis die erste Lawine sie begrabe....
Es gebe viele Snowmobilfahrer, die im Winter kämen, vergangenen Winter habe man aber wenig Schnee  gehabt. Wir tippen mal eher, dass besonders im Winter hier der Hund begraben liegt.

Bis morgen 
Christine und Kurt





3 Kommentare:

  1. Hallo ihr zwei.
    Schöne Fotos, nicht nur von den Bären ;-)
    Das ist die Ecke, die ich auch schon mal besucht habe. Wart ihr im "Glacier Inn" in Hyder? (Sofern es das noch gibt) Damals wurden wir dort "HYDERIZED". Ein recht alkohollastiges Ritual. Ich hab das Zertifikat noch im Fotoalbum...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ihr zwei, Thomas und ich sind gerade am üben. Ich melde mich später.
      Tschüss, Rosel

      Löschen
    2. So, da bin ich wieder! Dank der Hilfe von Thomas dürfte es jetzt klappen!

      Eure interessanten Berichte und supertollen Fotos machen uns viel Freude. Da seid Ihr den Bären ganz schön nah sozuzsagen auf den Pelz gerückt. Auf der Karte kann man Eure Route in etwa verfolgen, jedoch nur mit der Lupe. Um das schöne Wetter seid Ihr zu beneiden. Hier regnet es heute ununterbrochen, und die weiteren Aussichten sind auch nicht besser. Wir wünschen Euch weiter eine schöne Zeit. Bis demnächst wieder.Viele Grüße,Rosel und Pius

      Löschen