Diese Nacht haben wir beide ziemlich schlecht geschlafen und vermuten mal, dass dies der zunehmenden Höhe geschuldet ist. Außerdem bleibt es bei immer länger hell, je weiter wir nach Norden fahren. Gestern um 22.00 Uhr war es noch taghell und morgens ist es auch schon sehr früh wieder hell. So waren wir also zeitig auf den Beinen und haben den Campground als eine der ersten verlassen. Das Wetter sah gut aus, die Sonne drückte schon und wir freuten uns auf die tolle Fahrt Richtung Stewart/Hyder.
Der Blick beim Spülen des Frühstückgeschirrs.
Wir sahen dann aber sehr bald, dass dicker Nebel über den Bergen lag, der sich so schnell nicht verziehen würde. Also stellten wir den Truck am Bear Glacier ab, von dem man nur den unteren Teil sah und hofften, dass sich die Sonne schnell durchsetzen würde.
Es wurde bald deutlich, dass das so schnell nicht gehen würde und wir fuhren erst einmal weiter nach Stewart, sicherten uns einen Platz auf dem Campground und verfolgten über Radio/Liveticker das Championsleaguefinale zwischen Dortmund und Bayern (eine von uns fand das Ergebnis klasse!!).
Zwischenzeitlich klarte es endlich auf und wir machten uns auf zum Salmon Glacier in Hyder, also Alaska, der im Reiseführer als absolut sehenswert beschrieben wurde. Allerdings heißt es auch, dass die Strecke ziemlich rumpelig und daher mit dem Wohnmobil schwierig zu befahren sei. Mit unserem Truck sollte das kein Problem sein und wir konnten die Gravel Road auch problemlos befahren und kamen immer weiter in die Höhe. Nach einer Kurve war dann aber doch auch für uns Schluss, denn die Fahrbahn war völlig mit Schnee bedeckt und trotz 4-Wheel-Drive wollten wir das Risiko des Steckenbleibens in dieser Einöde nicht eingehen und drehten um.
Hyder liegt unmitelbar jenseits von Stewart (Canada) auf dem Boden Alaskas. Die USA kontrollieren die Einreise nicht, da jegliche Verbindung zu irgendwelchen anderen Orten im Kernland von Alaska fehlt. Der weit in den Fjord hineinreichende Anleger für die frühere Autofähre nach Ketchikan ist ebenfalls verwaist. Der Ort wirkt fast wie verlassen, auch wenn es tatsächlich noch eine Bar, einen kleinen Lebensmittelladen und ein Post Office gibt. Nirgends weht die amerikanische Flagge, was an sich schon sehr ungewöhnlich ist und alles in allem wirkt der Fleck wie nirgends zugehörig.
Da das Wetter sich mittlerweile einfach großartig entwickelt hatte, haben wir uns nochmal aufgemacht zum Bear Glacier, der mittlerweile nebelfrei war, ebenso wie die umliegenden Berge.
Es gebe viele Snowmobilfahrer, die im Winter kämen, vergangenen Winter habe man aber wenig Schnee gehabt. Wir tippen mal eher, dass besonders im Winter hier der Hund begraben liegt.
Bis morgen
Christine und Kurt
Hallo ihr zwei.
AntwortenLöschenSchöne Fotos, nicht nur von den Bären ;-)
Das ist die Ecke, die ich auch schon mal besucht habe. Wart ihr im "Glacier Inn" in Hyder? (Sofern es das noch gibt) Damals wurden wir dort "HYDERIZED". Ein recht alkohollastiges Ritual. Ich hab das Zertifikat noch im Fotoalbum...
Hallo Ihr zwei, Thomas und ich sind gerade am üben. Ich melde mich später.
LöschenTschüss, Rosel
So, da bin ich wieder! Dank der Hilfe von Thomas dürfte es jetzt klappen!
LöschenEure interessanten Berichte und supertollen Fotos machen uns viel Freude. Da seid Ihr den Bären ganz schön nah sozuzsagen auf den Pelz gerückt. Auf der Karte kann man Eure Route in etwa verfolgen, jedoch nur mit der Lupe. Um das schöne Wetter seid Ihr zu beneiden. Hier regnet es heute ununterbrochen, und die weiteren Aussichten sind auch nicht besser. Wir wünschen Euch weiter eine schöne Zeit. Bis demnächst wieder.Viele Grüße,Rosel und Pius